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Ist die Generation Z der Tod des Coworking?

Das Handelsblatt prognostiziert es – das Ende des Coworking mit der Berufsreife der Generation Z, den zwischen 1995 und 2010 Geborenen. Wird der Trend zu mehr flexiblem Coworking-Space tatsächlich mit dem Aufblühen dieser Generation beendet werden? Ganz im Gegenteil glauben wir, denn die Symbiose von Flexibilität auf der einen Seite und Wahrung der Privatsphäre auf der anderen Seite erscheint uns eher als perfekte Lösung für die Bedürfnisse der Zukunft.

Trend und Gegentrend

Mit der Generation X fing sie an, die Flexibilisierung des Lebens. Internet, Handys und Co. ermöglichten neue Wege des Arbeitens. Gleichzeitig bedingten sie eine viel stärkere Verflechtung von Privatleben und Berufsleben, als es vorher jemals möglich war. Die zwischen 1965 und 1980 geborenen Berufstätigen mussten erst lernen, damit umzugehen, dass man jederzeit und überall erreichbar war und auch arbeiten konnte. Die Work-Life-Balance geriet aus den Fugen, stressbedingte Krankheiten stiegen explosionsartig an. Alles wurde plötzlich öffentlich geteilt, dem gläsernen Menschen wurde mittels Social Profiling der letzte Rest an Privatsphäre genommen. Wie so oft brauchen die Konsequenzen mehr als eine Generation, um in Erscheinung zu treten. Die Generation Y lebte mit dem Wandel, jedoch ohne diesen abzulehnen. Erst die Generation Z zieht aus dem Trend zur Flexibilisierung ihre Schlüsse und startet einen Gegentrend. Viele der ganz Jungen wollen zum Beispiel nicht mehr auf Facebook präsent sein und bevorzugen wieder privatere Kanäle. Allgemein wird den 9- bis 24jährigen ein aus der Flexibilisierung entstandenes starkes Bedürfnis nach Sicherheit unterstellt.

Sicherheit und Coworking

Dieses Bedürfnis ist es laut dem Handelsblatt, das die Generation Z gegen Coworking einnehmen wird. Eine strikte Trennung von Privatleben und Berufsleben sei ihnen zu wichtig, Coworking passe nicht dazu. Und auch wenn der Trend zu mehr Coworking-Spaces immer noch bestehe, sei er nun auf seinem Zenit angekommen, heißt es. Genau hier stimmen wir als Coworker nicht zu. Zum einen hat die Erfahrung gezeigt, das Coworking funktioniert. Was der Zuwachs deutlich zeigt. Denn 2013 wurden gerade einmal 14.000 Quadratmeter an Anbieter flexibler Büroflächen vermietet, im vergangenen Jahr schnellte die Vermietung auf 215.000 Quadratmeter hoch.

Coworking als Zwischenweg

Der entscheidende Bonuspunkt liegt für uns jedoch in einer anderen Tatsache begründet: Mit Coworking trennt man das Privatleben vom Berufsleben, doch das auf flexible Art und Weise. Coworking-Spaces bieten einen Arbeitsraum jenseits des Homeoffice und werden dabei aber flexiblen Ansprüchen gerecht. Während das Homeoffice die Arbeit in die private Welt eindringen lässt, kann Coworking räumlich trennen, aber doch in der Nähe bleiben. Es kann begrenzter Arbeitsplatz sein oder dauerhafter. Alle Sicherheiten, aber keine Verpflichtungen. Genauso, wie es die Arbeitswelt fordert, aber ohne die Work-Life-Balance zu zerstören.

Der Arbeitsplatz der Zukunft

Oft ist es auch die Gestaltung der Räumlichkeiten, die einen Beitrag zum Wohlfühlen leistet. Wer geht nicht lieber in ein modernes, stylishes Büro mit vielen unterschiedlichen Menschen, als im veralteten Büroklotz oder im schlecht ausgestatteten Homeoffice allein zu sitzen? Der Sinn für Ästhetik mag von Generation zu Generation unterschiedlich sein, aber Design und Ausstattung machen sich immer bezahlt. Und zumindest hier bei uns können wir uns darüber ganz und gar nicht beschweren.

In diesem Sinne: Kommt gerne vorbei und überzeugt euch selbst. Und bringt auch gerne eure Kinder aus der Generation Z mit. :-)

Foto: Todd Trapani / pexels

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