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Warum uns Homeoffice krank machen kann

Wir Büromenschen haben uns daran gewöhnt und die meisten von uns möchten es gar nicht mehr missen – das Arbeiten im Homeoffice. Laut neuster Studien möchten über 90 Prozent auch langfristig von zu Hause arbeiten. Allerdings ist nicht alles Gold, was glänzt. Denn die Realität der Arbeitsplätze zu Hause sieht alarmierend aus.

Ein Anbieter von Lösungen für gesunde und ergonomische Arbeitsplätze hat jetzt eine Studie zu den Auswirkungen des Homeoffice durchgeführt. Vor allem die körperliche und geistige Belastung von Büroangestellten, die seit Beginn der Corona-Pandemie von zu Hause arbeiten, wurde untersucht.

Physisch und psychisch belastet

Das Ergebnis: Symptome wie Rücken-, Kopf- oder Nackenschmerzen nehmen zu, ebenso die psychische Belastung. Immerhin mehr als 40 % der deutschen Arbeitnehmer fühlen sich im Homeoffice müde und antriebslos. Isolation und Einsamkeit verspüren ein Drittel (34 %) und ein Viertel (25 %) fühlt sich gestresst oder ängstlich. Rein körperlich sieht es oft nicht besser aus. Weniger als die Hälfte (41 %) besitzen eine ordnungsgemäße Arbeitseinrichtung. 20 % arbeiten deshalb am Küchen- oder Esstisch, 8 % sogar vom Sofa aus. Die Folge sind angestrengte Augen bei 27 % der Teilnehmer, steifer Nacken bei 31 %, schmerzender Rücken (38 %) und Kopfschmerzen (34 %).

Oft keine bessere Work-Life-Balance

Der große Vorteil des Homeoffice liegt für viele weiterhin in der verbesserten Work-Life-Balance. Doch wie sieht es damit wirklich aus? In der Realität arbeitet fast die Hälfte (46 %) zu Hause länger als im Büro, wobei circa jeder Vierte (23 %) auch sein Privatleben nicht sauber von seiner Arbeit trennen kann. Jeder Fünfte fühlt sich sogar schuldig, wenn er daheim eine Pause einlegt. De facto entstehen mehr Überstunden und die Freizeit leidet - was dann den fehlenden Stress, der ansonsten durchs Fahren entsteht, wohl wieder ausgleicht. Hinzu kommen sicherlich weitere stressende Faktoren wie fehlende Ruhe oder mangelnde technische Ausstattung im Homeoffice.

Coworking als Zwischenweg

Nicht weit fahren zu müssen ist also das große Plus des Homeoffice, schlechtes Sitzen, mangelnde Ruhe und fehlende Trennung von Privat- und Arbeitsleben sind die Minuspunkte. Wie wäre es deshalb mit einem Zwischenweg? Coworking verbindet das Beste aus beiden Welten: kurze Anfahrt, aber hervorragende technische Ausstattung und optimale ergonomische Arbeitsplätze plus ruhige, aber keineswegs einsame Arbeitsatmosphäre. Kontakt, wenn gewünscht, aber Ruhe bei Bedürfnis. Vielleicht wäre auch ein Wechsel zwischen Coworking-Space und Homeoffice die Lösung. Da sich die meisten Plätze tageweise für wenig Geld mieten lassen, ist das kein Problem. Wem also zu Hause die Decke auf den Kopf fällt oder der Rücken wehtut, der kann gerne mal bei uns vorbeischauen und ganz spontan und kurzfristig mieten.

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